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Yoga und Veganismus

Oct 28, 2020

Yoga als Lebensphilosophie: Warum es sich lohnt, vegan zu leben

Circa 1,3 Millionen Menschen in Deutschland leben vegan, viele davon Yogis, wie eine Studie der Skopos Group zeigt. Jährlich entscheiden sich etwa 15 Prozent der Deutschen für den rein pflanzlichen Ernährungsstil und verzichten auf jegliche Tierprodukte. Darunter fallen sowohl Fleisch als auch Lebensmittel, die Ei, Milchprodukte oder Honig enthalten.

Auch du hast überlegt, mit einer veganen Ernährung zu starten, aber noch nicht den richtigen Einstieg gefunden? In unserem Beitrag erfährst du Yoga und Veganismus zusammenhängen, lernst, wie du deine Ernährungsumstellung am besten startest und auf welche Nährstoffe du besonders achten solltest.

4 gute Gründe als Yogi*ni vegan zu leben

Viele Anhänger der Yoga-Community entscheiden sich für eine vegane Ernährung. Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass diese Entscheidung eine sehr persönliche ist und du als Yoga-Praktizierende(r) keinem vorgeschriebenem Ernährungsstil folgen musst. Aus philosophischer Sicht haben Yoga und Veganismus jedoch viel gemeinsam.

1. Ohne Gewalt und mit Gefühl

Die Wahl einer veganen Ernährung ist ein kraftvoller Ausdruck von Ahimsa, einem der Yamas in Patanjalis acht philosophischen Säulen des Yoga. Yamas sind Richtlinien zur Förderung einer kollektiven Lebensweise, die gutmütiges Verhalten fördert. Ahimsa bedeutet Mitgefühl und Gewaltlosigkeit gegenüber anderen Lebewesen, einschließlich Tieren.

2. Motivation gesünder zu leben

Die moderne westliche Ernährung besteht aus vielen industriell verarbeiten Lebensmitteln, die das natürliche Gleichgewicht deines Körpers stören können. Durch eine pflanzen-basierte Ernährung lebst du meist automatisch gesünder und setzt dich mit den einzelnen Nährstoffen deiner Lebensmittel intensiver auseinander. So lernst du, welche Lebensmittel dir gut tun und deinen Körper richtig nähren.

3. Spirituelles Wachstum

Der Verzehr natürlicher, vollwertiger Nahrungsmittel hilft dir dabei, deine spirituelle Verbindung zur Natur zu erwecken. Es heißt nicht ohne Grund: „Du bist, was du isst.“ Konsumierst du vorwiegend Zutaten, die aus der Umgebung stammen und weißt genau, wo deine Lebensmittel herkommen, fühlst du dich mit der Natur verbunden. Dies ist ebenfalls das Ziel von Yoga.

4. Verbesserte Yoga Praxis

Fleisch und andere tierische Produkte liegen oft schwer im Magen. Das liegt daran, dass dein Körper länger braucht, diese zu verdauen. Ausgewogene vegane Speisen geben deinem Körper nicht nur die nötige Energie für deine Yoga-Praxis, sondern sind oftmals auch leichter. So kannst du dich voll und ganz auf deine Asanas konzentrieren.

Der Zusammenhang zwischen Veganismus und Yoga ist eindeutig: Beide Praktiken konzentrieren sich auf ein ethisches, ausgewogenes und spirituelles Leben. Ein Leben voller guter Absichten und Wohlbefinden für dich und die Lebewesen um dich.

Mit dem grundlegenden Verständnis der Yoga Sutras, den grundlegenden Weisheiten der Yoga-Theorie und Praxis, bekommst du ein besseres Verständnis dafür, warum Yogis im Allgemeinen eine vegetarische oder vegane Ernährung verfolgen und kannst deine persönliche Entscheidung treffen.

Was ist yogischer Veganismus?

Aus yogischer Sicht besteht der Zweck von Lebensmitteln darin, deinen Körper bei der Reinigung, Revitalisierung, Erholung und dem Aufbau deines Immunsystems zu unterstützen. Eine traditionelle yogische Ernährung besteht aus pflanzlichen Lebensmitteln, die so nah wie möglich an ihrem natürlichen Zustand verzehrt werden und die Umwelt so wenig wie möglich belasten.

Unsere typische westliche Konsumgesellschaft ermutigt, Großeinkäufe zu tätigen, Tiefkühlkost aufzubewahren und deine Vorratskammer mit Dosen- und Glaskonserven zu füllen. Als yogischer Veganer bist du dagegen bemüht, frisch zubereitete Lebensmittel zu essen und vorwiegend Produkte aus der Region zu konsumieren.

Wie starte ich am besten mit einer veganen Ernährung?

Eine yogisch vegane Ernährung empfiehlt den Verzehr von sogenannten sattvigen Lebensmitteln wie frischem Obst und Gemüse. Sattva steht für Liebe und Harmonie, weshalb diese Art von Nahrungsmitteln auch als leicht verdaulich gelten.

Am besten beginnst du, deiner Ernährung nach und nach mehr pflanzliche Lebensmittel hinzuzufügen und gleichzeitig tierische Produkte zu reduzieren. Auf diese Weise kann sich dein Körper langsam an die Umstellung gewöhnen. Außerdem lernst du, welche veganen Lebensmittel du gut verträgst.

Welche Lebensmittel sind vegan und stärken deine Gesundheit?
  • Vollkornprodukte (z. B. Quinoa, Müsli, brauner Reis, Vollkornnudeln)

  • Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen (z. B. Kichererbsen, Linsen, Walnüsse, Mandeln, Sesam)

  • Rohes oder leicht gedämpftes Gemüse (z. B. Brokkoli, Kürbis, Karotten, grüne Blattsalate)

  • Frisches Obst (z. B. Äpfel, Ananas, Bananen)

Diese Lebensmittel solltest du vermeiden:
  • Fleisch jeglicher Art

  • Fisch oder Schalentiere (Krabben, Muscheln und Muscheln)

  • Eier

  • Milch & Milchprodukte (Käse, Butter, Sahne, Eis)

  • Mayonnaise

  • Honig

Außerdem enthalten viele Lebensmittel tierische Zutaten, die auf den ersten Blick wirken, als seien sie pflanzlicher Natur. Milchsäure und Molke, die aus Milch stammen, sind in vielen Müsliriegeln, Broten und Knuspermüslis enthalten. Hühnerbrühe findest du in vielen Suppen und auch Gelatine und Schmalz sind tierischer Herkunft.

Wir empfehlen deshalb, Produktetiketten zu lesen und dich mit bestimmten nicht-veganen Lebensmittel- und Zusatzstoffen bekannt zu machen.

Außerdem solltest du darauf achten, dich ausgewogen zu ernähren, um Mangelerscheinungen vorzubeugen, die durch den Verzicht auf tierische Erzeugnisse entstehen können.

Welche Mangelerscheinungen treten bei Veganismus häufig auf und wie kann ich ihnen vorbeugen?

Auch wenn eine vegane Ernährung insgesamt gesund ist, kannst du durch den Verzicht auf tierische Produkte einige Nährstoffe wie Eiweiß, Kalzium, Omega-3-Fettsäuren, Zink und Vitamin B12 verlieren. Für die meisten dieser essenziellen Nährstoffe findest du jedoch Ersatz in pflanzlichen Lebensmitteln:

Kalzium

In Sojamilch, Orangensaft, Tofu, Brokkoli, Grünkohl und Mandeln findest du ausreichend Kalzium, um deinen Körper zu versorgen.

Omega-3-Fettsäuren

Omega -3 kannst du durch Leinsamen, Chiasamen sowie Walnüsse und Pflanzenöle substituieren.

Vitamin B12

Es wird oft argumentiert, dass dieses wichtige Vitamin zur Blutbildung ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt. Um einen Mangel vorzubeugen, empfehlen Ernährungswissenschaftler, auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen. Es gibt allerdings auch Quellen, die behaupten, Vitamin B12 könne durch pflanzliche Nahrungsmittel wie Tempeh und Kimchi aufgenommen werden.

Eisen

Eisen aus tierischen Produkten wird von unserem Körper oftmals leichter aufgenommen. Veganern wird deshalb empfohlen, mehr eisenhaltige Lebensmittel zu konsumieren, um die gleiche Menge wie Fleischesser aufzunehmen.

Gute vegane Eisenquellen sind Hülsenfrüchte, Sonnenblumenkerne, Rosinen und dunkles Blattgemüse. Vitamin C-reiche Lebensmittel wie Paprika, Zitrusfrüchte und Brokkoli unterstützen die Eisenaufnahme.

Proteine

Proteine sind die Bausteine des Lebens. Sie zerfallen in Aminosäuren, die das Zellwachstum und die Zellreparatur fördern. Gute Quellen für veganes Protein sind Soja, Linsen, Bohnen, Quinoa und Seitan.

Wie du siehst, ist eine vegane Ernährung gar nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick scheint. Mit dem richtigen Verständnis für die einzelnen Lebensmittel kannst du deinen Körper mit allen Nährstoffen versorgen, die er benötigt.

Tipp: In unserem Beitrag zum Thema Gesunde Ernährung für eine bessere Yoga-Routine findest du Tipps für die Zubereitung yogischer Mahlzeiten.

Wie schaffe ich es, langfristig gesund vegan zu leben?

Das einfache Austauschen von Fleisch und Milchprodukten gegen vegane Substitute führt nicht direkt zu einer ausgewogenen Ernährung. Tierische Produkte enthalten Eiweiß, Vitamine und wichtige Mineralien. Die pflanzen-basierten Versionen, wie zum Beispiel vegane Wurst oder Käse, sind jedoch oft ein Produkt industrieller Verarbeitung, das zwar viele Kalorien hat, aber arm an Nährstoffen ist.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob du nach deiner Umstellung genügend Nährstoffe zu dir nimmst, kannst du regelmäßige Bluttests machen; am besten alle 6 Monate zu Beginn deiner Ernährungsumstellung, um eventuelle Anpassungen vorzunehmen. Später reicht ein jährlicher Test, um deine Werte im Blick zu halten.

Wichtig ist auch, wie du deine Mahlzeiten zu dir nimmst. Gemeinsames Kochen mit Freunden, Familie oder deinem Partner sind wunderbare Möglichkeiten, achtsamer zu essen.

Eine andere Möglichkeit ist das sogenannte Meal-Prepping, bei dem du Mahlzeiten für mehrere Tage vorkochst. So hast du immer etwas Gesundes parat, auch für unterwegs. Denn gerade außer Haus ist es oft schwierig, gute vegane Alternativen zu finden.

Auch Yoga kann dich bei deiner Ernährungsumstellung unterstützen. Gemeinsam mit Meditation hilft es, alte Gewohnheiten loszulassen und Symptome wie emotionale Heißhungerattacken vorzubeugen.

Gesundes Essen macht gute Laune

Manche Menschen sehen in Yoga nur eine Möglichkeit, ihre Rückenschmerzen zu lindern oder sich zu entspannen. Für andere ist Yoga viel mehr. Es ist eine Lebensphilosophie, sowohl auf als auch außerhalb der Matte. Die richtige Ernährung spielt dabei eine entscheidende Rolle und trägt zu deiner körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit bei.

Veganismus ist eine nachhaltige Art zu leben, die sich nicht nur positiv auf dich und deinen Körper auswirkt, sondern dazu beiträgt Tierleiden zu mindern und einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Lass dir Zeit, deine Ernährung umzukrempeln. Betrachte deinen Körper, meditiere …

...and don’t forget your LUVIYO.